Auftrag 60-0213, LTG, Ratingen
Bei dieser Bohrung sollte eine 160er SLM Gas-Leitung quer durch die Düsseldorfer Innenstadt gelegt werden. Bei diesem Projekt gab es verschiedene Schwierigkeiten zu überwinden. Die Trasse war durchzogen mit einer Vielzahl von Fremdleitungen (wie z.B. Fernwärme, Gas, Telekommunikation und Strom), so dass nur ein begrenzter Raum in der Horizontalen beim Einstechen zur Verfügung stand. Zusätzlich handelte es sich bei dem einzuziehenden Produktrohr um Stangenware, so dass das Rohr in einer Länge von ca. 130m in der beengten Innenstadt-Situation ausgelegt und geschweißt werden musste. Verkehrstechnisch bedingt war bei dieser Bohrung ein Anlauf von ca. 50m nötig, um mit der eigentlichen Bohrung zu beginnen. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnte pro Tage eine Länge von ca. 140m gebohrt und das Projekt somit in kürzester Zeit abgeschlossen werden.
Auftrag 60-0222, Heep, Grugapark Essen
Bei diesem Projekt stellte sich die Herausforderung, im Essener Grugapark eine Bohrung auf kleinstem Raum durchzuführen, ohne mit schwerem Gerät nennenswerte Oberflächenbeschädigungen zu verursachen. Die Zuwege für das notwendige technische Equipment waren sehr begrenzt, so dass bei diesem Projekt voller logistischer Einsatz gefordert war. Bei dieser Bohrung wurde ein 50er Kabelschutzrohr innerhalb von 4 Tagen über eine Länge von ca. 500m verlegt. Grund für diese Bohrung war das anstehende Groß-Event „Parkleuchten“, bei dem endlose Meter von unterirdischen Kabeln für hundert von Lichtquellen und Diaprojektoren nötig waren, um den Grugapark in ein märchenhaftes Licht zu tauchen.
Auftrag Stadtwerke Heinsberg
Bei dieser Bohrung handelte es sich um eine besondere Herausforderung für die Bohrmannschaft. Bei einer Bohrlänge von ca. 70m wurde ein Rohr PE-HD DA 160 in einem Hang verlegt. Startpunkt war der Parkplatz unten am Hügel einer Burg, Ziel war das Plateau des Burggeländes in 70m Höhe. Erschwerend kam bei dieser Bohrung hinzu, dass die Bohrtrasse durch Bäume und Grünanlagen am Hang sehr unübersichtlich war. Zudem musste damit gerechnet werden, auf alte, historische Burgfundament zu stoßen. Der Austritt der Bohrlanze auf dem Plateau lag bei +70%.
Auftrag 60-0198, Belz, Frankfurt
Der Startpunkt der Bohrung lag auf dem Trainingszentrums-Gelände der Lufthansa in Frankfurt. Zielpunkt war das Lufthansa-Verwaltungsgelände auf der anderen Seite der Autobahnbrücke. Verlegt wurden: 93m 4x DA 163,3 x DA 50, 2x Stahlseile mit einer Aufweitung bis DA 500. Der Start- und Zielbereich war sehr beengt. Zudem führten scharfe Kontrollen auf dem Flughafengelände zu zusätzlichen Behinderungen.
Aufgrund vieler Fremdleitungen gab es auf dem gesamten Lufthansagelände Ortungsschwierigkeiten. Bei einer Bohrtiefe von bis zu 15m führten die massiven Brückenbauwerke mit Eisenamierung von bis zu 30m Breite zusätzlich zur Abschirmung des Senders.
Die Bohrung wurde durch einen eigens dafür eingesetzten Hochleistungssender möglich, so dass eine kabelgeführte Bohrung vermieden werden konnte. Dieser Umstand führte zu einer erheblichen Kosteneinsparung für den Kunden. Diese anspruchsvolle Bohrung konnte in einem Zeitrahmen von 4 Tagen durchgeführt werden.