Horizontalspülbohrverfahren
Das gesteuerte Horizontalspülbohrverfahren erlaubt im Kabel- und Rohrleitungsbau grabenlose und umweltschonende Längsverlegungen. Mit Bohranlagen von 65 kN – 1.000 kN Zug- und Schubkraft wird in allen Bodenklassen unter Einsatz einer Bohrsuspension eine Pilotbohrung mittels Ortungssystem zielgenau aufgefahren und durch einen Backreamer in einem oder mehreren Vorgängen aufgeweitet. In dem dabei hergestellten und von der Bentonitsuspension gestützten Bohrkanal wird beim Rückzug des Bohrgestänges eine Rohrleitung aus Kunststoff (PE-HD, PE-X, PP etc.), Gusseisen, Stahl oder Faserzement eingezogen.
Anwendungsspektrum
- Verlegung von Kabeln und Rohrleitungen
(z. B. Treibstoff, Rohöl, Erdgas, Wasser, Abwasser, Fernwärme)
- Bohrungen in allen Bodenklassen, einschließlich Felsbohrungen
- Querung von
– Gewässern (z. B. Flüssen, Kanälen) und Biotopen
– Straßen (z. B. Autobahnkreuzen)
– Gleisanlagen, Start- und Landebahnen
– Gebäuden und Plätzen
- On-shore-/Off-shore-Verbindungen im Küstenbereich Dükerungen
- Altstadtsanierungen (z. B. Bohrungen bei engem Baubestand)
- Arbeiten im Grundwasserbereich, Drainagen, Bewässerungen,
- Versorgung unterirdischer Bauwerke
- Bodeninjektionen zur Stabilisierung von Hohlräumen im Erdreich